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Wie man sich Glück kauft

Michael Norton ist Professor in Harvard. Er hat eine sehr interessante Studie durchgeführt. Der Versuchsaufbau war immer der gleiche:

 

Die Versuchsteilnehmer mussten einen Fragebogen ausfüllen und darin Auskunft darüber geben, wie glücklich sie heute sind. Dann bekamen sie einen Umschlag mit Geld. Die eine Hälfte der Teilnehmer mit der Anweisung, das Geld für sich selbst auszugeben. Und die andere Hälfte der Teilnehmer mit der Anweisung, das Geld für jemand anderen auszugeben. Am Ende des Tages wurden beide Gruppen dann noch mal danach befragt, wie glücklich sie sich fühlen. 

 

Bei den Gruppen, die das geschenkte Geld für sich selbst ausgeben durften, hatte sich am Glücksempfinden nichts geändert. Bei den Gruppen hingegen, die das Geld für andere ausgeben sollten, fühlten sich am Ende des Tages alle viel besser als vorher!

 

Dieser Versuch wurde in vielen unterschiedlichen Settings und Ländern wiederholt - auf der Straße, in Abteilungen von Unternehmen, in Sportteams. Und nicht nur in reichen westlichen Ländern, sondern auch in Ländern wie Uganda. Mit Ausnahme von einem einzigen Land (welches erfahrt ihr in diesem sehr interessanten und unterhaltsamen 10minütigen Ted-Talk von Michael Norton) war das Ergebnis immer dasselbe:

 

Wenn man das Geld für sich selbst ausgegeben hatte, veränderte sich am eigenen Glücksempfinden und Wohlbefinden nichts; wenn man das Geld aber für andere Menschen ausgegeben hatte, ging es einem selbst danach besser. Die Höhe des Geld-Betrags spielte dabei übrigens keine Rolle. 

 

Fazit: Wenn wir unser eigenes Glücksempfinden und Wohlbefinden steigern wollen, ist es eine gute Idee, einen Teil unseres Geldes für andere auszugeben!